Psychotherapie ist eine Behandlungsmethode die helfen und unterstützen kann, emotional bedingte Leidenszustände zu verstehen, Ursachen und Zusammenhänge zu beleuchten. Menschen aller Altersgruppen werden bei emotionalen, psychosomatischen, intellektuellen oder sozialen Herausforderungen unterstützt. Die Psychotherapie umfasst die Diagnostik, Behandlung und Beratung in akuten Krisensituationen ebenso wie die langfristige Förderung von Gesundheit, Selbstkompetenz und sozialer Stabilität. Dies schließt sowohl die Behandlung psychischer Erkrankungen, Prävention und Rehabilitation als auch Selbsterfahrung ein. Ziel ist es, in einem sicheren und vertrauensvollen Setting individuelle Ressourcen zu stärken und nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen.
Die Psychoanalyse wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Sigmund Freud entwickelt. Sie bildet seit ihrer Entdeckung die Grundlage für viele psychotherapeutische Spezialisierungen und hat eine große Bedeutung in der Kulturgeschichte allgemein.
Mit ihrem Entstehen markieren nach Freud viele weitere Psychoanalytier:innen wie Sándor Ferenczi, Margaret Mahler, Melanie Klein, Paula Heimann, Donald Winnicott, Wilfred Bion und Peter Fonagy den Weg über die Generationen und verbinden sie von der Trieblehre über die Objektbeziehungstheorie, die Ich-Psychologie, Bindungstheorie, entwicklungspsychologische und viele andere Ansätze. Die Psychoanalyse ermöglichte Erkenntnisse über psychische Funktionsprinzipien, innere Konflikte, Persönlichkeitsentwicklung und die Wirkung unbewusster Prozesse auf Verhalten, Wünsche und Entscheidungen.
Im Zentrum der psychoanalytischen Therapie steht die Förderung von Selbstbewusstsein, emotionaler Stabilität, Gelassenheit und der Entfaltung innerer Lebendigkeit, die Beziehungen offener, flexibler und tragfähiger macht – so machte etwa Jacques Lacan das Hinführen zum eigenen Begehren zum zentralen Ziel seiner Analyse.
Innerhalb der moderenen Psychoanalyse wird auch zunehmend spezialisiert gearbeitet: Fokaltherapie, Mentalisierungsbasierte Therapie (MBT) und Transference-Focused Psychotherapy (Übertragunsfokussierte Therapie) etwa für Persönlichkeitsstörungen wie Borderline Persönlichkeitsstörungen. Dabei werden zentrale psychoanalytische Prinzipien aufgegriffen, etwa Übertragung und die Bedeutung unbewusster Prozesse, früher Beziehungserfahrungen und innerer Konflikte, und schließlich in einen gezielten therapeutischen Zusammenhang gesetzt.
Die Psychoanalyse stellt bis heute ein zeitgemäßes, tiefenpsychologisches (psychodynamisches) Verfahren mit hoher Wirksamkeit für Persönlichkeitsentwicklung, emotionale Gesundheit und stabile zwischenmenschliche Beziehungen dar.
Eine Krisenintervention bietet kurzfristige professionelle Unterstützung in akuten seelischen Belastungssituationen. Ziel ist es, Menschen in einer emotional überwältigenden Lage zu stabilisieren, ihnen Orientierung zu geben und gemeinsam erste Schritte aus der Krise zu entwickeln. In einem geschützten Gesprächsrahmen werden die aktuelle Situation geklärt, Gefühle ernst genommen und vorhandene Ressourcen aktiviert. Dabei steht im Mittelpunkt, die Handlungsfähigkeit der betroffenen Person zu stärken und unterstützende Perspektiven für den weiteren Umgang mit der Situation zu finden
Angebot:
Mo–Fr: Termine nach Vereinbarung
www.psychotherapieklosterneuburg.at